Erste-Hilfe-Auffrischung
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Erste-Hilfe-Auffrischung

Ersthelfer-Grundausbildungen sind Pflicht. Was danach passiert, ist oft Vergessen. Die Auffrischung setzt dort an, wo die ursprüngliche Ausbildung aufgehört hat – mit dem Wissen, was sich seitdem verändert hat, und dem Praxisanteil, der den Unterschied im Ernstfall macht.

Was Studien über Ersthelfer-Kompetenz sagen Nach drei bis fünf Jahren ohne Wiederholung ist ein erheblicher Teil des Ersthelfer-Wissens verblasst – insbesondere in der Drucksache Herzdruckmassage, wo Technik und Tempo entscheidend sind. Eine kurze Auffrischung – zwei bis vier Stunden, mit Puppe, mit Defi, mit aktuellen Leitlinien – reaktiviert diese Kompetenz deutlich effektiver als ein Wiederholungsvortrag. Die Angst zu handeln sinkt, die Wahrscheinlichkeit tatsächlich einzugreifen steigt.

Was eine gute Auffrischung von einer formalen Pflichterfüllung unterscheidet Der Unterschied liegt im Anteil praktischer Übung. Wer 80 % der Zeit zuhört und 20 % übt, vergisst wieder schnell. Wer umgekehrt mit Händen und Defi arbeitet und nur die wichtigsten Neuerungen kompakt erklärt bekommt, behält das Wesentliche. Das Ziel ist kein neues Zertifikat, sondern Handlungssicherheit.

So setzt du es um

  1. 1
    Bei der zuständigen Berufsgenossenschaft die Kostenübernahme für die Auffrischung klären und das Kontingent an geförderten Plätzen abrufen.
  2. 2
    Zertifizierten Kursanbieter buchen und Inhouse-Termine festlegen, damit die Auffrischung im Betrieb statt extern stattfindet.
  3. 3
    Teilnehmenden-Liste erstellen und prüfen, wessen letzte Schulung länger als zwei Jahre zurückliegt – diese zuerst einplanen.
  4. 4
    Einladung mit Terminwahl verschicken und die Auffrischung als Gesundheits-Event statt als lästige Pflicht rahmen.
  5. 5
    Anmeldungen sammeln und Führungskräfte bitten, ihren Teams die Freistellung für den Kursslot verbindlich zuzusichern.
  6. 6
    Schulungsraum mit Übungsmaterial, Getränken und Verpflegung vorbereiten, damit der Tag angenehm wird.
  7. 7
    Praxisnahe Szenarien aus dem eigenen Betrieb einbauen lassen, etwa Notfall an der Maschine oder im Büro.
  8. 8
    Anwesenheit dokumentieren und die aktualisierten Ersthelfer-Nachweise für die Personalakte sammeln.
  9. 9
    Teilnahmequote gegen die Soll-Liste abgleichen und Nachzügler für einen Ersatztermin nachfassen.
  10. 10
    Kurzes Feedback zu Trainer und Praxisnähe einholen, um den Anbieter fürs nächste Jahr zu bewerten.
  11. 11
    Aktuelle Ersthelfer-Zahl gegen die gesetzliche Mindestquote prüfen und den Aushang im Betrieb aktualisieren.

Was du brauchst

Aufwand
halber Tag
Kosten
unter 100 €
Dauer
1 Tag
Setup
120 Min.
  • Pflicht + BGF kombiniert
  • BG zahlt
  • Lebensrettend

Förderfähig: bis 600 € steuerfrei

Als Teil eines strukturierten BGM-Prozesses ist diese Maßnahme nach § 3 Nr. 34 EStG bis 600 € pro Mitarbeitendem und Jahr steuerfrei. Zertifizierte Angebote bezuschusst zusätzlich die Krankenkasse nach § 20b SGB V.

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