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Die 30-Minuten-Agenda für deine erste Steuerkreis-Sitzung

Viele Mittelständler glauben, ein Arbeitskreis Gesundheit brauche Wochen der Vorbereitung. Das stimmt nicht. Die erste Sitzung ist keine Strategiekonferenz — sie ist eine Konstituierungssitzung. Ihr Ziel ist nicht ein fertiger Jahresplan, sondern das Fundament: ein offizielles Gremium mit klarem Mandat, das nachweislich aktiv ist.

Warum die erste Sitzung so entscheidend ist

Der GKV-Leitfaden Prävention (Checks 11–22) prüft nicht den Inhalt eurer ersten Sitzung, sondern ob sie stattgefunden hat — mit dem richtigen Kreis, protokolliert und mit nachweisbarer GF-Beteiligung. Ohne diesen Nachweis gibt es keine Förderung nach § 20b SGB V.

Die häufigste Falle: HR plant eine Sitzung ohne GF-Beteiligung, weil die Geschäftsführung 'keine Zeit' hat. Das ist fatal. Die GF muss entweder persönlich anwesend sein oder eine namentlich genannte Vertreterin beauftragen — dokumentiert im Protokoll.

Die 4 Pflichtpunkte der ersten Sitzung

Diese vier Punkte müssen im Protokoll der ersten Sitzung stehen — alles andere ist optional:

1. **Das Mandat verlesen:** Die von der GF unterzeichnete Absichtserklärung wird vorgelesen und ins Protokoll aufgenommen. Das ist der Nachweis, dass BGM von oben gewollt ist. 2. **Die Koordinationsperson bestimmen:** Wer ist die zentrale Ansprechperson? Wer führt Protokoll, verfolgt Fristen, kommuniziert mit der Krankenkasse? Diese Person muss namentlich benannt sein. 3. **Die Datengrundlage klären:** Welche Analyse-Tools stehen zur Verfügung? GKV-Bericht beantragt? Befragung geplant? Gefährdungsbeurteilung vorhanden? 4. **Den nächsten Termin festlegen:** Das ist der wichtigste Schritt — der erste Termin beweist, dass der Steuerkreis nicht mit einer Sitzung endet. Ohne Folgetermin ist das Gremium kein Gremium.

So setzt du es um

  1. 1
    GF-Mandat (unterschriebene Absichtserklärung) vorbereiten und ausdrucken
  2. 2
    Teilnehmer einladen: GF oder Vertretung, HR, BR/PR, Betriebsarzt, SiFa
  3. 3
    Protokollvorlage bereitstellen (Datum, Anwesende, Tagesordnung, Beschlüsse)
  4. 4
    In der Sitzung: Mandat verlesen und ins Protokoll aufnehmen
  5. 5
    Koordinationsperson namentlich bestimmen und dokumentieren
  6. 6
    Verfügbare Datenquellen (GKV-Bericht, Befragung, GBU) klären
  7. 7
    Nächsten Quartalstermin festlegen und in den Protokoll eintragen
  8. 8
    Protokoll innerhalb von 5 Tagen an alle Teilnehmer verteilen

Was du brauchst

Aufwand
unter 30 Min.
Kosten
0 €
Dauer
30 Minuten
Setup
15 Min.
  • GKV-Prüfnachweis für Checks 11–22 des Leitfadens Prävention
  • Grundlage für § 20b SGB V Förderantrag
  • Klare Verantwortlichkeiten ohne Doppelzuständigkeiten
  • Betriebsrat von Anfang an eingebunden — erhöht Akzeptanz

Förderfähig: bis 600 € steuerfrei

Als Teil eines strukturierten BGM-Prozesses ist diese Maßnahme nach § 3 Nr. 34 EStG bis 600 € pro Mitarbeitendem und Jahr steuerfrei. Zertifizierte Angebote bezuschusst zusätzlich die Krankenkasse nach § 20b SGB V.

Im BGM-Tool umsetzen

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