Mental Health Week: Wie man das Tabu bricht
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Mental Health Week: Wie man das Tabu bricht

Psychische Gesundheit systematisch adressieren: Eine Mental Health Week ist ein strukturierter BGM-Baustein, der das Tabu bricht – und die Brücke zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung schlägt.

Warum ein fester Anlass die Hemmschwelle senkt Über Belastung zu sprechen fällt schwer, solange es als individuelles Problem gilt. Eine themenwoche verschiebt das ins Kollektive: Plötzlich reden alle darüber, weil gerade „die Woche dafür" ist. Dieser geteilte Anlass nimmt der Sache das Stigma und macht den ersten Schritt für Einzelne viel leichter.

Was eine wirksame Woche ausmacht Bewährt hat sich eine Mischung aus niedrigschwellig und tiefer: kurze tägliche Impulse, die niemanden überfordern, ein offenes – idealerweise anonymes – Gesprächsangebot mit Fachleuten und ein Baustein, der gezielt Führungskräfte adressiert. Denn Haltung entsteht oben: Wenn Vorgesetzte das Thema ernst nehmen, trauen sich auch Teams.

Der richtige Zeitpunkt und der Blick danach Rund um den Welttag der seelischen Gesundheit im Oktober entfaltet das Format die größte Resonanz. Wichtig ist, die Woche nicht als Strohfeuer zu denken: Sie ist der sichtbare Auftakt, auf den dauerhafte, leise Angebote folgen sollten – von der Achtsamkeits-Minute bis zu klaren Anlaufstellen. So wird aus einem Event eine Kulturveränderung.

So setzt du es um

  1. 1
    Feste Themenwoche terminieren und pro Tag ein Schwerpunktthema festlegen (z.B. Stress, Schlaf, Pausen, Grenzen, Hilfe finden)
  2. 2
    Format je Tag wählen: kurzer Impuls-Vortrag, Tipp im Intranet, Mini-Übung oder Gastbeitrag
  3. 3
    Ressourcen zusammenstellen: interne Ansprechpartner, EAP/Beratungsangebote, seriöse externe Anlaufstellen
  4. 4
    Ton festlegen: enttabuisieren statt belehren – psychische Gesundheit als normales Thema behandeln
  5. 5
    Woche sichtbar eröffnen: kurze Ankündigung aus der Führung, warum das Thema zählt
  6. 6
    Programm der Woche transparent machen (ein Überblick, was wann kommt)
  7. 7
    Niedrigschwellig einsteigen: am ersten Tag ein leichtes, positives Thema (z.B. gute Pausen)
  8. 8
    Jeden Tag EIN Impuls – kurz und konsumierbar, keine Überfrachtung
  9. 9
    Freiwilligkeit betonen: Angebote statt Pflichtprogramm
  10. 10
    Hilfewege sichtbar wiederholen: Wo bekomme ich vertrauliche Unterstützung?
  11. 11
    Führungskräfte einbinden, damit das Thema von oben mitgetragen wird
  12. 12
    Anonymes Kurz-Feedback einholen: Was war hilfreich, was fehlte?
  13. 13
    Nutzung der Angebote und Ressourcen grob einschätzen
  14. 14
    Aus der Einmal-Aktion Dauerhaftes ableiten: welches Thema verdient laufende Aufmerksamkeit?

Was du brauchst

Aufwand
halber Tag
Kosten
unter 100 €
Setup
240 Min.
  • Wichtiges Signal
  • Hohe Relevanz
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