
Fitnessangebote scheitern im Betrieb häufig daran, dass sie zu weit weg sind – zeitlich, räumlich oder mental. Eine Kooperation mit einem lokalen Studio oder einem Netzwerkanbieter wie Urban Sports Club oder Hansefit löst genau dieses Problem, ohne dass das Unternehmen eigene Infrastruktur aufbauen muss.
Was eine gute Kooperation von einem mittelmäßigen Benefit unterscheidet Entscheidend ist die Hürde bis zur Erstnutzung. Kooperationen, bei denen Mitarbeitende selbst einen Vertrag abschließen, einen Antrag stellen oder monatlich abrechnen müssen, werden deutlich seltener genutzt als Modelle mit einem einzigen Registrierungslink und sofortigem Zugang. Die besten Partnerschaften funktionieren wie ein digitaler Schlüssel: einmal einrichten, danach unbegrenzt nutzen. Netzwerkanbieter mit vielen Standorten eignen sich besonders für hybride Teams, die nicht jeden Tag am selben Ort sind.
Wie du die Nutzungsquote von Anfang an hochhältst Ein Kooperationsvertrag nützt nichts, wenn er im Intranet verstaubt. Das wichtigste Marketing-Mittel ist die persönliche Empfehlung: Wenn Kolleginnen und Kollegen beim Mittagessen erzählen, dass sie das Studio nutzen, zieht das mehr als jedes Poster. Gezielte Kickoff-Aktionen – ein gemeinsamer erster Besuch, eine kurze Intro-Session – senken die psychologische Eintrittshürde erheblich.
So setzt du es um
- 1Sammle ein bis zwei Fitnessstudios in fußläufiger Nähe und frage Firmenkonditionen sowie Kursangebot ab.
- 2Verhandle vergünstigte Mitgliedschaften ohne lange Bindung und kläre, ob ein Mindestteilnehmerkreis nötig ist.
- 3Stimme mit der Lohnbuchhaltung die steuerfreie Behandlung nach §3 Nr. 34 EStG (bis 600 EUR pro Jahr) ab und dokumentiere die Voraussetzungen.
- 4Lege fest, wie der Zuschuss abgerechnet wird (direkt ans Studio oder als Erstattung) und halte das schriftlich fest.
- 5Informiere alle Mitarbeitenden über Konditionen, Studio-Standort und den Anmeldeweg in einer klaren Kurz-Anleitung.
- 6Stelle einen einfachen Anmelde-/Freischalt-Prozess bereit (Formular oder Ansprechperson im Studio).
- 7Kommuniziere die steuerlichen Vorteile und den Eigenanteil transparent, damit keine Fragen offen bleiben.
- 8Pflege die Teilnehmerliste und melde Neuzugänge sowie Austritte zuverlässig ans Studio.
- 9Sammle ein- bis zweimal im Jahr Rückmeldungen zu Öffnungszeiten, Kursen und Zufriedenheit.
- 10Halte den Kontakt zum Studio, um bei Bedarf zusätzliche Kurse (z.B. Rückenschule) zu ergänzen.
- 11Werte anonym die Nutzungsquote und Zufriedenheit aus und gleiche sie mit den Kosten ab.
- 12Prüfe, ob die steuerfreie Grenze eingehalten wird und die Dokumentation vollständig ist.
- 13Entscheide gemeinsam mit der Geschäftsführung über Verlängerung, Studiowechsel oder Ausweitung des Angebots.
Was du brauchst
- Aufwand
- halber Tag
- Kosten
- mit Budget
- Setup
- 480 Min.
- ✓ Steuerlich absetzbar (§3 Nr. 34)
- ✓ Attraktivität
- ✓ Nachhaltig
Förderfähig: bis 600 € steuerfrei
Als Teil eines strukturierten BGM-Prozesses ist diese Maßnahme nach § 3 Nr. 34 EStG bis 600 € pro Mitarbeitendem und Jahr steuerfrei. Zertifizierte Angebote bezuschusst zusätzlich die Krankenkasse nach § 20b SGB V.
Im BGM-Tool umsetzen
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