EAP einführen (Employee Assistance Program)
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Stress & Psychemit Budgetmehrtägig

EAP einführen (Employee Assistance Program)

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz sind inzwischen die häufigste Ursache für Langzeitausfälle in Deutschland. Gleichzeitig suchen die wenigsten Betroffenen eigeninitiativ professionelle Unterstützung – aus Scham, aus Unsicherheit, oder weil der Weg zu einer Fachkraft zu lang ist. Ein Employee Assistance Program schließt genau diese Lücke.

Was ein EAP von einem Betriebsarzt unterscheidet Ein EAP ist kein medizinischer Dienst, sondern ein niedrigschwelliges Beratungsangebot: anonym, schnell zugänglich, und breiter aufgestellt als klassische Betriebsarzt-Angebote. Mitarbeitende können sich per Telefon, Video oder Chat beraten lassen – bei persönlichen Krisen, Suchtproblemen, familiären Belastungen, Schulden oder beruflichen Konflikten. Die Erstberatung ist sofort verfügbar, die Anonymität garantiert. Das senkt die Hemmschwelle dramatisch.

Wie Unternehmen ein EAP wirkungsvoll einführen Die häufigste Fehlinvestition: das EAP einführen und nicht kommunizieren. Mitarbeitende nutzen nur, was sie kennen. Regelmäßige Erinnerungen – im Newsletter, beim Gesundheitstag, durch Führungskräfte –, klare Infos zur Anonymität und eine einfache Zugangsnummer sind entscheidend. EAP-Anbieter bieten dafür Kommunikationsmaterial; es muss nicht selbst entwickelt werden.

So setzt du es um

  1. 1
    EAP-Anbieter auswählen: 24/7-Erreichbarkeit, Anonymität, qualifizierte Beratung, ggf. mehrsprachig prüfen
  2. 2
    Leistungsumfang klären: Anzahl Beratungen, Themen (beruflich UND privat), Erreichbarkeit, ggf. Angehörige
  3. 3
    Vertrag und Datenschutz aufsetzen: Der Arbeitgeber erfährt NIE, wer das Angebot nutzt
  4. 4
    Interne Ansprechperson für organisatorische Fragen benennen (nicht für Beratungsinhalte)
  5. 5
    Angebot klar und vertrauensvoll vorstellen: kostenlos, anonym, 24/7, für berufliche und private Themen
  6. 6
    Zugangswege sichtbar machen: Telefonnummer, App, Website – dauerhaft auf Karte/Intranet hinterlegen
  7. 7
    Anonymität mehrfach betonen – das ist die Voraussetzung dafür, dass es genutzt wird
  8. 8
    Zugangsinfos dauerhaft präsent halten (Onboarding neuer MA, regelmäßige Erinnerung)
  9. 9
    In Belastungsphasen gezielt erinnern (Reorganisation, Krisen, hohe Arbeitslast)
  10. 10
    Führungskräfte schulen, das Angebot sensibel zu erwähnen – ohne nachzufragen, wer es nutzt
  11. 11
    Nur aggregierte, anonyme Nutzungsstatistik vom Anbieter auswerten (Fallzahlen, Themencluster)
  12. 12
    Bekanntheit im Team prüfen: Wissen alle, dass es das Angebot gibt?
  13. 13
    Vertrag und Leistungsumfang bei Bedarf anpassen

Was du brauchst

Aufwand
mehrtägig
Kosten
mit Budget
Setup
960 Min.
  • Professionelle Unterstützung
  • Anonym
  • 24/7 verfügbar

Förderfähig: bis 600 € steuerfrei

Als Teil eines strukturierten BGM-Prozesses ist diese Maßnahme nach § 3 Nr. 34 EStG bis 600 € pro Mitarbeitendem und Jahr steuerfrei. Zertifizierte Angebote bezuschusst zusätzlich die Krankenkasse nach § 20b SGB V.

Im BGM-Tool umsetzen

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