Personio & DATEV anbinden: BGM-Kennzahlen automatisch statt Excel
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Personio & DATEV anbinden: BGM-Kennzahlen automatisch statt Excel

Warum manuelle Datenerfassung euer größter Zeitfresser ist

Die monatliche BGM-Auswertung läuft bei den meisten HR-Teams nach demselben Muster ab: Abwesenheitsdaten aus dem HR-System exportieren, in eine Excel-Tabelle einfügen, Krankenstandsquote manuell berechnen, Fluktuationsrate aus einer anderen Datei nachschlagen, alles in eine dritte Datei zusammenführen — und das Ergebnis ist trotzdem nie ganz aktuell. Laut einer Befragung von HR-Verantwortlichen in mittelständischen Unternehmen kostet dieser manuelle Prozess durchschnittlich vier Stunden pro Monat, Fehlerkorrektur inklusive.

Das Problem liegt nicht am fehlenden Willen zur Analyse, sondern an der Systemarchitektur: BGM-Tool und HR-System sprechen nicht miteinander. Dabei liegen alle relevanten Rohdaten längst digital vor — in Personio, DATEV HR, rexxHR oder Kombo. Die Integration dieser Systeme ist technisch gelöst, der Aufwand einmalig und überschaubar.

Welche Kennzahlen automatisch fließen

Sobald dein HR-System per API mit EasyBGM verbunden ist, werden folgende Kennzahlen automatisch synchronisiert und stehen ohne manuellen Export zur Verfügung:

**Krankenstand:** Anzahl der Krankheitstage pro Mitarbeiterin und Zeitraum, aufgeschlüsselt nach Abteilung, Standort und Beschäftigungsart. EasyBGM berechnet daraus die Quote und zeigt Trends über zwölf Monate.

**Fluktuation:** Ein- und Austritte im Synchronisierungszeitraum. Daraus ergibt sich automatisch die bereinigte Fluktuationsrate — getrennt nach freiwilligem Abgang und betriebsbedingten Trennungen, sofern dein HR-System diese Unterscheidung führt.

**Headcount und Altersstruktur:** Aktive Köpfe nach Abteilung, Altersgruppe und Betriebszugehörigkeit. Besonders nützlich für die demografische BGM-Planung: Welche Altersgruppen sind überproportional von Krankenstand betroffen? Wo besteht in fünf Jahren ein Kompetenzabfluss-Risiko durch Renteneintritt?

**Abwesenheitsarten:** Unterscheidung von Krankheit, Urlaub, Elternzeit und sonstigen Abwesenheiten — relevant, um echte BGM-Handlungsfelder von saisonalen Effekten zu trennen.

Die Synchronisierung läuft in konfigurierbaren Intervallen (täglich, wöchentlich oder monatlich) und kann auf bestimmte Felder beschränkt werden, um den Datentransfer schlank zu halten.

DSGVO-konforme Datensynchronisation

HR-Daten sind besonders schützenswert — das gilt auch für aggregierte Kennzahlen, sobald Rückschlüsse auf Einzelpersonen möglich sind. Bei der Integration sind drei Punkte entscheidend:

**Keine Personenbezogenheit auf Kennzahlenebene:** EasyBGM empfängt und speichert ausschließlich aggregierte Werte (Krankenstand in Prozent, Headcount je Abteilung). Einzelne Krankheitsdaten oder Personalnummern werden nicht übertragen und nicht gespeichert. Das ist technisch sichergestellt, nicht nur dokumentarisch.

**Verarbeitungsverzeichnis und Auftragsverarbeitung:** Die Verbindung zwischen HR-System und BGM-Tool fällt unter Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO. EasyBGM stellt einen standardisierten AVV bereit. Dieser muss vor der ersten Synchronisierung unterzeichnet sein — nicht als Formalität, sondern weil er die Löschfristen und Zugriffsbeschränkungen verbindlich regelt.

**Zugriff und Protokollierung:** Nur Personen mit BGM-Admin-Rolle sehen die synchronisierten Kennzahlen. Jeder Datenabruf wird protokolliert. Mitarbeitende müssen über die Verarbeitung informiert werden — in der Regel über eine Ergänzung der Datenschutzerklärung oder des Mitarbeiterhandbuchs, nicht über individuelle Einwilligungen, da es sich um betriebliche Auswertungen handelt.

So setzt du es um

  1. 1

    HR-System und Integrationsweg wählen

    Klärt, welches HR-System ihr einsetzt (Personio, DATEV HR, rexxHR, Kombo oder ein anderes) und ob eine direkte API-Verbindung oder ein Middleware-Connector (z. B. Kombo als Universal-HR-Layer) der richtige Weg ist. Für Personio und DATEV gibt es native Konnektoren in EasyBGM. Für andere Systeme empfiehlt sich Kombo als zwischengeschalteter Layer, der über 50 HR-Systeme mit einer einheitlichen API anspricht.

  2. 2

    API-Verbindung in EasyBGM einrichten

    Öffnet in EasyBGM unter Einstellungen → Integrationen die gewünschte HR-Verbindung. Ihr benötigt einen API-Key oder OAuth-Zugang aus eurem HR-System — das wird in der Regel von eurem HR-System-Admin ausgestellt. Bei Personio: API-Credentials unter Einstellungen → API → neuen Key erstellen, Scope 'Abwesenheiten lesen' und 'Mitarbeitende lesen' aktivieren. Bei DATEV: Freischaltung über DATEV-Partner-ID, die EasyBGM auf Anfrage bereitstellt.

  3. 3

    Datenfelder mappen

    Legt fest, welche Felder aus eurem HR-System auf welche BGM-Kennzahlen in EasyBGM abgebildet werden. Typisches Mapping: Abwesenheitsart 'Krankheit' → Krankenstand-Zähler; Eintrittsdatum/Austrittsdatum → Fluktuationsberechnung; Kostenstelle oder Abteilungsfeld → Segmentierung im BGM-Dashboard. Felder, die ihr nicht benötigt, werden explizit deaktiviert — reduziert den Datentransfer und erleichtert die DSGVO-Dokumentation.

  4. 4

    Ersten Datensync prüfen

    Führt einen manuellen Testsync für einen abgeschlossenen Monat durch und vergleicht die synchronisierten Werte mit euren bekannten Referenzzahlen (z. B. dem letzten manuellen Excel-Report). Stimmt die Krankenstandsquote auf eine Nachkommastelle überein? Stimmen Headcounts und Fluktuationsereignisse? Abweichungen hier identifizieren und über das Mapping-Feld korrigieren, bevor der Automatik-Betrieb startet.

  5. 5

    Automatik-Rhythmus konfigurieren und AVV unterzeichnen

    Stellt den gewünschten Sync-Rhythmus ein (wöchentlich ist für die meisten BGM-Anwendungsfälle ausreichend; monatlich reicht für reine Kennzahlenberichte). Aktiviert E-Mail-Benachrichtigungen bei Sync-Fehlern. Ladet parallel den Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) aus EasyBGM herunter, lasst ihn von eurem Datenschutzbeauftragten gegenzeichnen und speichert die unterzeichnete Version im System hoch — erst dann ist die Integration datenschutzrechtlich vollständig.

Was du brauchst

Aufwand
2–4 Std. Einrichtung
Kosten
0 €
Dauer
einmalig
Setup
180 Min.
  • ~4 Stunden Zeitersparnis pro Monat durch entfallende manuelle Datenexporte und Excel-Konsolidierung
  • Aktuelle Kennzahlen jederzeit verfügbar — kein veralteter Monatsstand mehr, wenn die Geschäftsführung nachfragt
  • DSGVO-sicher: Nur aggregierte Werte übertragen, AVV standardisiert, Protokollierung inklusive
  • Zwölf-Monats-Trends automatisch aufgebaut — Basis für datengestützte BGM-Entscheidungen und Steuerkreis-Reports

Förderfähig: bis 600 € steuerfrei

Als Teil eines strukturierten BGM-Prozesses ist diese Maßnahme nach § 3 Nr. 34 EStG bis 600 € pro Mitarbeitendem und Jahr steuerfrei. Zertifizierte Angebote bezuschusst zusätzlich die Krankenkasse nach § 20b SGB V.

Im BGM-Tool umsetzen

EasyBGM verbindet diese Maßnahme mit deinen BGM-Zielen, Anlässen und KPIs — alles an einem Ort, ohne Excel.

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